WinRAR 5.40 (August 2016)

Wir freuen uns, dass wieder viele Anregungen unserer Anwender von den Programmierern aufgenommen und umgesetzt werden konnten.


  1. Im Untermenü "Namenskodierung" im Menü "Optionen" kann die Zeichenkodierung für archivierte Dateinamen ausgewählt werden. Die Auswahl einer Kodierung wirkt sich auf die Anzeige von Dateien und Verzeichnissen in Archiven und auf Befehle zum Entpacken aus. Mit der Tastenkombination Strg+E lässt sich das Menü für die Auswahl einer Zeichenkodierung schnell aufrufen.

    Nützlich ist die Auswahl einer Kodierung beim Entpacken von Archiven, die keine Unicode-Dateinamen enthalten - beispielweise wenn eine ZIP-Datei mit chinesischen Dateinamen unter Windows entpackt werden soll, aber in den Windows-Einstellungen für Unicode-inkompatible Programme als Sprache Russisch eingestellt ist.



  2. Befinden sich in einem Verzeichnis neben den normalen RAR-Volumen eines gesplitteten Archivs auch RAR-Wiederherstellungsvolumen, so werden beim Ausführen des Befehl zum Testen des Archivs nach dem Test der .rar-Dateien auch die .rev-Dateien überprüft.

    Sollen nur die .rev-Dateien getestet werden, ohne die .rar-Dateien zu prüfen, wählen Sie in der Dateiliste von WinRAR nur die .rev-Dateien aus und wenden sie den Befehl "Testen" nur darauf an. In der Befehlszeile erreicht man das mit:
    rar t archivname.part1.rev

  3. Obwohl das NTFS-Dateisystem Dateinamen erlaubt, die mit Leerzeichen oder Punkten enden, können viele Windowsprogramme mit solchen Dateinamen nicht richtig umgehen. Wird die Option "Möglicherweise inkompatible Namen erlauben" im Dialog "Entpacken: Zielverzeichnis und Optionen: Erweitert" deaktiviert, entfernt WinRAR beim Entpacken alle Leerzeichen und Punkte am Ende von Dateinamen, sofern welche vorhanden sind.

    Standardmäßig ist diese Option deaktiviert.

    Unter Windows entfernt die Konsolenversion von RAR beim Entpacken daher immer alle Leerzeichen und Punkte am Ende von Dateinamen, es sei denn, der Schalter -oni wurde angegeben.



  4. In vorherigen Versionen wurde bei der Auswahl des Updatemodus' "Archivinhalt synchronisieren" (Befehlszeilenschalter -as) der Archivierungsvorgang abgebrochen, wenn auf ein zu archivierendes Verzeichnis nicht zugegriffen oder das zu archivierende Verzeichnis nicht gelesen werden konnte. Nun setzt WinRAR den Vorgang fort und belässt im Archiv alle Dateien, die zu den nicht lesbaren Verzeichnissen passen.



  5. In WinRAR kann die Tastenkombination Umsch+Entf nun auch verwendet werden, um Verzeichnisse zu löschen, deren Namen mit Leerzeichen und Punkten endet. In den vorherigen Versionen von WinRAR konnten solche Verzeichnisse weder mit dem normalen Löschen in den Papierkorb noch mit der Tastenkombination Umsch+Entf gelöscht werden.

    Im Gegensatz zur Taste Entf werden bei der Tastenkombination Umsch+Entf Dateien unwiderruflich gelöscht und nicht in den Papierkorb verschoben. Bei Dateien mit den Attributen System oder Schreibgeschützt erfolgt keine weitere Rückfrage vor dem Löschen.



  6. Um Verzeichnisse zu entpacken oder zu kopieren, können sie aus dem Verzeichnisbaum verschoben und auf andere Programme oder den Desktop fallen gelassen werden (Drag&drop). Verwenden Sie das Archivicon an der Wurzel des Verzeichnisbaums, um das gesamte Archiv zu entpacken.



  7. Nach dem Betätigen der Schaltfläche "Verzeichnis erstellen" im Dialog "Entpacken: Zielverzeichnis und Optionen" wird nun als neuer Ordnername anstelle des allgemeinen Namens "Neues Verzeichnis" ein Name vorgeschlagen, der sich aus dem aktuellen Archivnamen ableitet.



  8. Versionsinformationen der RAR-Konsolenversion:
    a) Wird der Schalter -iver angegeben, zeigt RAR die Versionsnummer an und beendet die Ausführung. Man kann also einfach "RAR -iver" in der Befehlszeile ausführen;
    b) Unter Windows zeigt RAR an, ob die 32-Bit-Version oder die 64-Bit-Version ausgeführt wird. Sowohl bei dem Schalter -iver als auch im Copyright-Titel bei allen anderen Befehlen wird "x86" oder "x64" bei den Versionsinformationen angezeigt.



  9. Wird der Schalter -p ohne den optionalen Parameter verwendet, kann das Passwort auch per Dateiumleitung oder Pipe gesetzt werden.

    Zum Beispiel: rar -p meinarchiv.rar meinedateien < psw.txt



  10. Die RAR-Konsolenversion behandelt die Angabe 'archivname.partN' in der Befehlzeile als 'archivname.partN.rar', wenn 'archivname.partN' nicht vorhanden ist und 'archivname.part#.rar' existiert.

    Es ist zum Beispiel mit dem Befehl

    RAR x archivname.part01

    möglich, das Archiv archivname zu entpacken, beginnend mit dem Volumen archivname.part01.rar.



  11. Verbesserungen bei der 7z-Archiv-Unterstützung:

    a) WinRAR erkennt nun solide 7z-Archive als solche und zeigt den Status "Solide" beim Befehl "Informationen anzeigen" korrekt an;

    b) WinRAR zeigt bei LZMA- und LZMA2-7z-Archiven beim Befehl "Informationen anzeigen" die Wörterbuchgröße an;

    c) Beim Anzeigen des Archivinhalts von 7z-Archiven mit WinRAR wird bei Dateien innerhalb von soliden 7z-Blöcken, deren gepackte Größe nicht bekannt ist, nicht mehr '0' sondern '?' angezeigt.



  12. Die maximale Länge des RAR-Archivkommentars wurde von 64 kB auf 256 kB angehoben.

    Da SFX-Skript-Befehle im Archivkommentar gespeichert werden, sind nun nicht nur ein längerer Lizenztext sondern ganz allgemein längere Texte in SFX-Archiven möglich.



  13. Die Größe der Standardschriftart des Betrachters in WinRAR wird nun entsprechend der eingestellten dpi-Zahl unter Windows angepasst, auch bei höheren dpi-Werten.



  14. Der Schalter -scul kann nun auch mit UTF-16-Listendateien verwendet werden, deren Byte-Reihenfolge als Big-Endian vorliegt. Voraussetzung dafür ist eine korrekte Bytereihenfolge-Markierung (Byte Order Mark) am Anfang der Listendatei.

    In vorherigen Versionen wurden nur Listendateien mit Byte-Reihenfolge Little-Endian unterstützt.



  15. Die Systemanforderungen für WinRAR wurden erhöht: Die mindestens erforderliche Windows-Version ist nun Windows XP SP3.

    WinRAR kann unter Windows XP ohne Service Packs nicht ausgeführt werden.



  16. Die Option "Großbuchstaben erlauben" im Dialog "Einstellungen - Dateiliste" wurde entfernt.

    Diese Option war für den einfachen Übergang von der MS-DOS-Version zur Windows-Version vorgesehen und wird nicht mehr benötigt.



  17. Behobene Fehler:

  1. Der Befehl "Packen und als E-Mail versenden" funktionierte bei WinRAR 5.31 x64 nicht mit Microsoft Outlook x64;



  2. Wenn eine WinRAR-5.31-Version mit einer Rechts-nach-links-Sprache auf einem Windows in englischer oder einer anderen nicht Rechts- nach-links-Sprache installiert wurde, konnte es passieren, dass WinRAR das Layout des Windows-Explorers auf "Rechts nach links" änderte;



  3. War ein Archiv in einem Verzeichnis ohne Schreib-Berechtigung gespeichert und wurde der Archivinhalt mit Drag&drop in ein beschreibbares Verzeichnis entpackt, forderte WinRAR unnötigerweise höhere Rechte an. Die Eingabeaufforderung zur Rechteerhöhung der Windows-Benutzerkontensteuerung wurde angezeigt.




Diese Aufstellung stammt aus der whatsnew.txt der deutschen WinRAR-Version, ├╝bersetzt von Michael Leimer.
Das englische Original finden Sie auf der Herstellerseite (englisch, neues Fenster).


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